
Moop Mama. Zwei MCs der Truppe sind keine Unbekannten: Keno und Toni von der HipHop-Crew Creme Fresh. Und der Sound klingt wie? Hm. Gar nicht so einfach.
Die rappende Marching-Band
MC Keno erklärt den Mischmasch so: keine fertigen Beats, keine produzierten Samples und am liebsten nicht mal Elektronik. Denn Moop Mama ist ein Live-Projekt, eine echte Marching Band. "Ohne Strom, unverstärkt, trotzdem live, immer und überall. Wir besetzen Parks und öffentliche Plätze. Wir sind die erste und einzige Marching Band in Deutschland mit so tollem Rap."

Urban Brass - Moop Mama erfinden für ihren Sound einfach mal einen neuen Musikstil, irgendwo zwischen Rap, Brass und Drum'n'Bass. Denn: "Es geht hier nicht um Genres, es geht um die Besetzung", sagen die Jungs – und die kann sich sehen lassen. Zwei Posaunen, zwei Saxophone, zwei Trompeten und ein Susaphon. Die Moop Mamas sind alle studierte Musiker. Die zwei MCs brauchen bei dieser Brasswand Megaphone, damit sie nicht untergehen. Sieht dann ja auch fast aus, als hätten sie auch Blasinstrumente in der Hand.
Der Englische Garten als Guerilla-Partyzone
Plätze besetzen? Das erklärt auch die zwei Schlagzeuger. Einer an der Walking Bass und der andere mit umgehängter Snare Drum. Ihre Spezialität: Guerilla-Gigs. Die Elf laufen mal laut tönend durch Münchner Straßen, spielen in Parks oder sind für verkehrsbehindernde Menschentrauben an öffentlichen Plätzen verantwortlich. Vor allem soll Moop Mama aber eins: Spaß machen.
Markus Kesselbauer, Tenorsaxophonist der Truppe und offizieller Bandleiter, hat die Jungs Anfang des Jahres zusammengetrommelt und erst mal in ein Ferienhaus verfrachtet: zum Bandurlaub. Und diese Stimmung ist der Band auch anzuhören, wenn sie den Englischen Garten in eine Guerilla-Partyzone verwandelt.
























