
Dazu haben die beiden mit Lukas Roth aka Bustla einen Produzenten, der mit Standard-HipHop-Beats nichts am Hut hat. Auf ihrem dritten Album "Organisiertes Zerbrechen" sampeln Creme Fresh Indiegitarren und Jazzkontrabässe, zitieren Deichkind und lassen die Polkasau raus.
Lyrische Kampfansagen
Bekannt geworden sind Creme Fresh als absolute Freestyle-Kings. Nacheinander haben sie Anfang der 2000er Jahre sämtliche Battles der Stadt gewonnen. Teilweise standen sich Fatoni und Keno sogar selbst im Finale gegenüber. Performances mit Freestyle-Intermezzi, absurden Tanzchoreografien, Comedy-Elementen und sogar Theatereinlagen überzeugen auch den letzten ghetto-gebeutelten HipHop-Muffel. Da geht was.
In ihren Texten lassen Fatoni und Keno gerne mal die Poser raushängen. Dabei sind sie aber nie plump, ihre lyrischen Kampfansagen nie vulgär und stets ist ihre Message in kreative Sprache verpackt. Rap ist hier Sprachtechnik, Spiel mit Sprache.
Das Album "Organisiertes Zerbrechen", das am 26. Februar in die Läden kommt, wartet mit Texten zwischen Sozialkritik ("Wir brauchen ne Schocktherapie, denn diese Erde ist kaputt") und Playertum auf. Die Releaseparty steigt bereits kommenden Freitag im Münchner Ampere - und tags zuvor besucht uns die on3-startrampe-Band der vergangenen Staffel im Studio.






























