
Die Tube in London: Geschäftigkeit, Gedrängel, Hektik. Ein junger Mann schiebt sich durch die Menge. Plötzlich stolpert er. Sein Aufprall wird abgefangen. Als er sich wieder aufrichtet, erblickt er eine Dame Anfang dreißig im Kittel einer bekannten Fastfoodkette, auf ihrem Namensschild steht "Ms. Arden". Was bleibt einem in dieser Situation, außer zu sagen: "Pardon, Ms. Arden?" Das ist die kleine Geschichte hinter dem Bandnamen einer der am heißesten gehandelten Indiepop-Bands aus Süddeutschland.
Das Dreigestirn von Pardon Ms. Arden besteht aus dem Drummer Alex, dem Bassisten Tom und dem Frontmann und Gitarristen Nick. Nick, der ungeschickte U-Bahn-Stolperer, stammt ursprünglich aus England. Damit verleiht er der Band auch das gewisse Stück Indie-Credibility, das anderen deutschen Bands dieser Couleur manchmal fehlt.
Das musikalische Konzept: Hits, Hits, Hits
Das musikalische Konzept von Pardon Ms. Arden kann man in drei Worten zusammenfassen: Hits, Hits, Hits. Es geht ihnen nicht darum, mit Tricks und Kniffen Begeisterungsstürme unter stirnrunzelnden Kritikern auszulösen, es geht einzig und allein darum, die Indiekids zum Dancen zu bringen. Und das am besten im Atomic Café. In Münchens Vorzeige-Indieschuppen haben sie schon einige Konzerte gespielt und vor allem auch privat das ein oder andere Bier gezischt. Hier sind sie daheim, hier trifft Bayern auf Britpop – so besingen sie den Club sogar in einem ihrer Songs.
Pardon Ms. Arden haben zwar bereits zwei Alben veröffentlicht, sehen aber ihr aktuelles, selbstbetiteltes Album als ihr eigentliches Debüt. Bei Flowerstreet Records, wo auch andere aufstrebende bayerische Bands wie Tuó oder Lucky Fish gesignt sind, haben sie eine neue vielversprechende Labelheimat gefunden. Die Vorraussetzungen sind gut, dass in Zukunft nicht nur die Band über ominöse Ms. Ardens stolpert, sondern auch viele Fans des eingängigen Indiepop über die Band Pardon Ms. Arden.























